ICH BIN HOLZFÄLLER UND MIR GEHTS GUT …

Zum Frühstück Pfannkuchen mit Ahornsirup, dann den ganzen Tag Bäume fällen und zum Feierabend einen …

LUMBERJACK JULEP

Viel frische Minze
6 cl Rock’n’Rye
1,5 cl Ahornsirup
ca 2 cl Soda

Den Großteil der Minze mit dem Rock & Rye und dem Sirup in ein leeres Rührglas geben, leicht andrücken und einige Minuten ziehen lassen.
Eis dazu geben und ordentlich kalt rühren, bis das Glas vereist.
In ein vorgekühltes Glas, oder klassisch in einen Silberbecher, auf frisches Crushed Ice abseihen und mit einem winzigen Schuss Soda aufgießen.
Gegebenenfalls Eis bis zum Rand auffüllen und einmal durchrühren.
Mit frischer Minze garnieren.

Mehr zu ROCK’N’RYE?

Warum dieser Julep?
Ganz einfach, der ROCK’N’RYE musste weg, der Ahornsirup auch.

Mit Bourbon und Ahornsirup schmeckt der Drink auch super und ist dann näher am original Mint Julep, aber die Orangennoten geben der Geschichte nochmal einen extra Dreh …

… AM TAG PACKT MICH DIE ARBEITSWUT,ICH FÄLL DEN BAUM, TRAG‘ STÖCKELSCHUH, STRAPSE UND BH …

Bertha – Die Waffen nieder!

„Einer weit verbreiteten Legende zufolge sollen die Soldaten Napoleons I.
zu Anfang des 19. Jahrhunderts, als sie die die Berliner Weiße kennenlernten,
das Berliner Weißbier als „Champagne du Nord“ bezeichnet haben.“
aus Wikipedia

Alle Jahre wieder, so um den 20.Mai herum wird es Zeit das ich mir die erste Berliner Weisse genehmige, bevorzugt mit grünem Schuss, sprich Waldmeistersirup.
Aber auch ganz ohne Veredlung mundet sie mir hin und wieder als Durstlöscher vorzüglich.
Lenkt meine Gedanken in die Richtung, wie man denn das milchsaure Gebräu anderweitig mixologisch verwenden kann.

Der French 75 ist bekanntlich ein sehr gelungener Gin Drink,
benannt nach einer 1WK Kanone mit enormer Schlagkraft.
Architektonisch eigentlich ein gepimpter Gin Fizz bei dem das Soda
durch trockenen französischen Schaumwein ersetzt wird.

Weitergedacht und den Begriff Champagne du Nord aufgegriffen,
machte der Don sich daran der Waffengewalt des French 75 eine besondere
pazifistischer Variante mit Berliner Weisse entgegenzusetzen.

Bertha
Gewidmet Bertha von Suttner, Pazifistin, Friedensnobelpreisträgern 1905
und eventuell Namensgeberin der „Dicken Bertha“ einem direkten Pendant
zur Canon de 75 mm modèle 1897 die dem French 75 den Namen verlieh.

6cl Berliner Adler Gin oder Doornkaat Gin
1-1,5cl Zuckersirup
2cl frische Limette o. Zitrone
schütteln auf Eis und in ein geeignetes Glas abseihen.
mit Berliner Kindl Weisse auftoppen – et voila.

Als Garnitur eignet sich eine Zitronen Zeste

So was fällt einem natürlich nicht über Nacht ein,
vor ein paar Jahren scheiterte der Versuch Berliner Weisse
als Tonic Water Substitut zu verwenden kläglich,
ein echter Rohrkrepierer.

Dabei war ich schon so nahe dran.
es war natürlich der schmeichelnde Zucker der fehlte,
welcher selbst das bittere Tonic Water erst trinkbar macht.
Geschuldet war der Denkfehler dem Umstand,
dass ich mich über den oben beschriebenen Pur Genus der Weisse
versuchte seiner Mixability zu nähern.

Und zwei Jahre später, freier Kopf – grüne Weisse, Treffer!

Zu bestaunen gibt es diese proletarische Variante
auf dezente Nachfrage in den Sommermonaten
auf dem Oberdeck der S.S. Mprezz.
Alle anderen oder weiterführenden Nachfragen bezüglich
hopfenhaltigen Getränken werden mit sofortigem Rausschmiss geahndet!

„Die Waffen nieder! – – sag’s vielen – vielen.“
Bertha v. Suttner auf dem Sterbebett 21.Juni 1914

Durchladen, Schießen.
Prost & Ahoi
Don Sling

IM CLANDESTINEN TIKI LABORATORIUM

Die Sonne scheint immer noch erbarmungslos vom Himmel, die Augen krampfhaft zusammen gekniffen, die Zunge schwillt an und klebt am Gaumen, dann ist es Zeit für gepflegte Tikikultur!

Ich habe vor ein paar Tagen in Jeff Berrys „Potions of the Caribbean“ diesen feinen Drink entdeckt.

Don the Beachcombers:

ROMAN TWIST
4 cl Makers Mark Bourbon
2 cl Tia Maria oder kalúha
2 cl Orgeat
2 cl Zitrone
2 cl Orange
Shake on Ice and strain on crushed ice.
Mint Garnish.

Bei diesem Drink habe ich alle Zutaten, ausser der Spirituose, um ein Drittel gekürzt.
Im Original war es mir einfach viel, viel, viel zu süß

Hier ist tatsächlich mal ’n Tiki Mug angebracht, denn die Farbe des Drinks ist so irgendwo bei ’nem Milchkaffee gelandet.

Aber trotz der Farbe, sehr, sehr lecker, das!
Schreit nach Wiederholung, der Drink!

Aber, in meiner mir eigenen totalen Selbstüberschätzung fand ich sofort, das da viel Raum für Experimente ist.

Letzte Woche habe ich mir eine schöne Pulle Mezcal gekauft, die wollte unbedingt geköpft werden.
Die Zitrusfrüchte habe ich der Spirituose angepasst.

OAXACA TWIST
4 cl San Cosme Mezcal
2 cl Café-Tequila-Likör
2 cl Orgeat
2 cl Orange
2 cl Limette

Zubereitung wie oben.

Heidewitzka, ik glob ik dreh duach, waa …

Ist die Bourbon Variante einfach „nur“ ein Karamellbonbon, mit Zitrus, Marzipan und Kaffee Noten, so hat der OAXACA TWIST durch den fehlenden Bourbon ein bisschen weniger Karamell, ist aber um eine, dem Mezcal geschuldete Rauch Note reicher.
Der Drink gewinnt sehr davon, da er so etwas an Gefälligkeit verliert,
aber wesentlich facettenreicher daher kommt, als vorher.

Mit Reposado Tequila schmeckt es ebenfalls sehr gut und sollte dann JALISCO TWIST genannt werden, nach der Stadt und Region, in der dieser, durch Sierra und ähnliche Schrott Tequila immer noch unterschätzte Schnaps gebrannt wird.

Last but not least habe ich noch den CLANDESTINO TWIST im Angebot, in den sich, sehr clandestin, eine „neue“ aber mexicotypische Zutat eingeschlichen und eine „alte“ verdrängt hat!

Mozart gegen Orgeat!
Kakao gegen Mandel!

Und, oh Graus, das Mischungsverhältnis ist auch anders …

Raul Duke’s

CLANDESTINO TWIST
6 cl Mezcal
3 cl Café Likör
3 cl Mozart Likör
2 cl Orange
1 cl Limette

Zubereitung wie oben.

Süß wie hulle, aber wunderbar, die Schoko-Café-Zitrusmischung, unterlegt mit den rauchigen Noten des Mezcals.

So ist am Ende des Tages etwas ganz neues entstanden!

Dieses ist dann auch eine Eigenkreation von mir, Raul Duke himself!

Meine Fresse, ich bin aber auch ’n geiler Macker, mal ehrlich …

BIS ZUM FRÜHEN MORGEN…

Samstag Abend, die geladenen Freunde sind eingetroffen und ich steh an den Shakern, alles bereit für das, was da kommen mag …

Zeit für den ersten Gang …

Albert Carillos FROSTY DAWN von 1954

FROSTY DAWN
7 cl Puerto Rico Rum
2 cl Falernum
1 cl Maraschino
2 cl Orangensaft
1 cl Limette
Alle Zutaten auf Eis schütteln und auf frisches Crushed Ice abseihen.

Im Original enthält der Drink nur O-Saft, das war mir aber zu flach!

1 cl Limette wirkt da Wunder!

Rum aus Puerto Rico nenne ich nicht mein Eigen, so habe ich es frei nach Schnauze durch eine Mischung aus Havana Club und Wray & Nephew ersetzt.

Erstklassig im Geschmack, funky!
Im ersten Moment denkt man, „ach, nur ein weiterer karibischer Rum Cocktail, aber im Abgang kommt, trotz der geringen Menge, der Maraschino mit seinen Kirschnoten deutlich zur Geltung und kitzelt die Zunge mit unerwartetem.

Wunderbar, das alles!

Mehr!

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