OJE, DU FRÖHLICHE…

Verdammt, scheiss die Wand an!!!
Fuckin‘ Hell, hab ich das geschrieben?
Meine Güte…immer wieder diese Kraftausdrücke.
Und das so kurz vor Dem Fest!
Erster Advent ist obendrein auch noch..
Aber ich muss doch schließlich zum Ausdruck bringen dürfen, wie lecker mir jener Drink geschmeckt hat, der gerade eben meine nicht mehr ganz jungfräuliche Kehle herunter gegluckert ist!
Amontillado Sherry, auf ein Neues, aber bestimmt nicht auf ein Letztes…..

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„SKY’S THE LIMIT“
(By Jared Sadonian)
3 cl Lustau Amontillado
3 cl Rock’n’Rye
1,5 cl Zimt Sirup
1,5 cl Zitrone 
Auf Eis schütteln und in ein Rocks Glas auf frisches Eis abseihen.
Mit Zitronenschale garnieren.

Hier wird nach Hochstadters Rock’n’Rye verlangt.
Hab ich nicht.
Kenn‘ ich nicht.
Dank der Herren Google war es keine große Schwierigkeit hinter die Geheimnisse dieses Getränks zu kommen.
Im Grunde genommen ist es ein Aufgesetzter aus Rye Whiskey mit Zitrusaromen und Bitterstoffen.

„ROCK’N’RYE“
Je 1/3 Zitronen-, Orangen-, Grapefruit Zesten und einen gehäuften Tl Mate über Nacht in 300 ml Rye Whiskey (Rittenhouse 100 Proof) mazerieren lassen.
Nach dem Entfernen der Zitrusschalen und der Mate den Rye mit braunem Zucker süßen, aber nicht zu krass.

Schmeckt ganz Lecker, das Zeug, sollte man mal ’n Mint Julep mit machen…

Hatte zu erst gedacht, das es für diesen, recht kleinen Drink zu viel Zimt sein könnte, aber hier dominiert keine Zutat die andere.
Man schmeckt jede einzelne Komponente heraus, sogar die Zitrus Schalen.

Um auf die Überschrift des Artikels zurück zu kommen, „Sky’s the Limit“ kommt mit seiner Aromatik fast Weihnachtlich daher, schmeckt besonders gut mit dem Hinterteil am knisternden Kaminfeuer, n gutes Buch zur Hand, der Duft von selbst gebackenen Keksen in der Luft…

P. s. ’n Comic oder ’n paar Kumpels, ’ne Tüdde Salzbrezeln, und die gute alte Zentralheizung tun es natürlich auch…

Stay boozed…

‚N Sherry, Cherry?

Hallo Hauptstadt, ’n Sherry gefällig?
Genauer gesagt, Amontillado Sherry!
„Furz trocken“, die Mundschleimhaut zieht sich zusammen wie ’ne Rosine, aber hallo, meine Süße mag es sogar pur!
Ich eher nicht.
In einer ganzen Reihe von Drinks dagegen, kommt der Stoff erstklassig zur Anwendung.
Der folgende ist so einer davon.

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COME DANCING
(by Matt Schrage)
3 cl Gin
3 cl Amontillado
3 cl Dolin Blanc
3 cl weiße Grapefruit
oder
5 cl pink Grapefruit
evtl. 1 cl Zuckersirup
5 Dash Creole Bitters
Zutaten Auf Eis schütteln, komplett ins Glas pouren und mit       Crushed Ice auffüllen.
Bitters oben drauf.

Im Original mit St George Terroir Gin und Fee’s Whiskey Barrel Bitters gemixt.
Was solls?
Hatte beides nicht zur Hand und habe es durch „Tanqueray Bloomsbury“ und „Bitter Truth Creole Bitters“ ersetzt.
Ohne den Zucker und mit dem Saft einer weißen Grapefruit, ein zugegebenermaßen eher großer,
pre Dinner Drink.
Mit Zucker und Pink Grapefruit passt er in nahezu jede Lebenslage…

GRUSS AUS DER „SÜDSEE“

O.k., was darfs sein?
Neuerlich ’n paar Worte über schnöde Getränke?
Na denn…
Heute geht es um nichts weniger, als einen der leckersten Drinks, die mir dieses Jahr unter die Nase gekommen sind.
Es ist, wie der Kenner unschwer erkennt, ein Mai Tai Derivat!
Nur, das dessen Rezeptur um ein paar Becquerel und etwas schweres Wasser erweitert wurde.
Mein hausgemachtes „helles“ Falernum bringt ordentlich Süße und radioaktive Exotik in unser kleines Reaktorsüppchen.
Die Grüne Chartreuse gibt der ganzen
Geschichte die leicht seifige, dekontaminierende Note, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu spielen.
Außerdem enthält der Drink „Wray & Nephew“ overproof Rum aus Jamaika.
Meine persönliche spitzen Spirituose des Jahres 2016!
Allein der Geruch beim Öffnen des Deckels…
Funky!!!

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„BIKINI ATOLL“
(von Frederic Yarm)
3 cl Wray &Nephews
3 cl Limette
1,5 cl Chartreuse grün
1,5 cl Falernum „hell“
1,5 cl Triple Sec
1,5 cl Orgeat
auf Eis schütteln und auf frisches Crushed Eis abseihen.
Mit einer ausgequetschten Limettenhälfte und frischer Minze garnieren.

Nun denn, liebe Liquidatoren und Versehrte, nehmt einen Schluck, lehnt Euch entspannt zurück, schließt die Augen und stellt Euch vor, wie eine blutrote Sonne auf der anderen Seite des Atolls, gleich hinter den aus dem Wasser ragenden Resten verrottender Amerikanischer Kriegsschiffe, im strahlend blauen Meer versinkt…
No Future, Freunde, No Future!!
No Future?
Ähhh, warte, warte, aber erst nach diesem vorzüglichen Drink hier, mhhh, herrlich…