KAHALA SHIRTS AND DRINKS…

Pfingsten war feines Wetter, es war Besuch im Garten und es gab keinen Grund, nichts zu trinken!

Hier ist einer von Trader Vic’s genialen Einfällen für solche Gelegenheiten …

KAHALA COOLER

3 cl Havanna Club 3 J
3 cl Brandy 
3 cl frische Ananas
2 cl Amer Picon
1 cl Limette
1 cl Grenadine
1-2 cl Zuckersirup
Shake on Ice ’n‘ pour into Collins Glas, fill up with crushed Ice and garnish with a spent Limeshell and Mintleaf.

(bei Ananas aus der Flasche nimmt man 1,5 cl Limette und keinen Zuckersirup)

Als ich dieses Rezept zuerst laß, stach mir sofort der Name ins Auge, heißt doch meine lieblings Hawaiihemd Marke „Kahala“.
Zum Namen kam noch der Picon in der Rezeptur und die Würfel waren gefallen.
Ich musste meiner Obsession fröhnen …

Hier paaren sich Rum und Brandy perfekt mit den enthaltenen Früchten und das Ganze wird komplett unterlegt von schweren Bitter Orangen und dunklem Karamel aus dem Picon.

Man könnte meinen, man würde irgendwie Sauerkirsche heraus schmecken.

Ein sehr guter Begleiter bei Tag und Nacht …

(„sorry, hatte dem Zwerg extra gesagt er soll alles sauber wischen …“)

FRÜHSTÜCKS EIER

„Mal sehen, mhhh … ich weiß Gott verdammt nochmal nicht, wer Cecile ist!
Wisst Ihr es?
Vielleicht Little Richard anrufen, aber … nee, das war Lucile…aaach jaa …“

So könnte es sich anhören, in Eurem Kopf, während Ihr am Frühstückstisch sitzt, Euch mit gelb gerauchten Fingern am unrasierten Kinn (oder wer weiß an welchen unrasierten Stellen sonst noch) kratzt und krampfhaft versucht:
1. Das Brummen in Eurem Kopf und das flaue Gefühl in der Magengegend zu unterdrücken.
2. Euch zu erinnern, wer zum Teufel Cecile ist.

Mit Punkt eins ist es wirklich einfach.
Alles Essbare stehen lassen, und Euch einen, oder auch zwei erstklassige Breakfast Drinks wie diesen genehmigen.

Was hilft morgens besser als rohes Ei und ’n kleines Sektchen?

CECILE PICK ME UP COCKTAIL

6 cl Brandy
1 Tl Puderzucker
1 Eigelb
6-8 cl Champagner

Die Zutaten, außer dem Sekt, auf Eis ausgiebig schütteln (Hardshake), doppelt in ein Weißweinglas abseihen und mit ein wenig Schaumwein aufgießen.

Bei Punkt 2 kann Euch keiner mehr helfen, der noch leben würde, denn der Drink stammt (mal wieder) aus dem Savoy Cocktail Book, das dem aufmerksamen Leser dieses Blogs nicht unbekannt sein sollte und in den frühen 1930er Jahren geschrieben wurde.

Also, pfeift auf Euren Cholesterinspiegel, erfreut Euch des kurzfristig klarer werdenden Schädels, und gönnt Euch noch ein paar mehr von diesem erbaulichen Getränk.
Vielleicht kommt dann auch die Erinnerung zurück, oder der Durst.

Wie Bon Scott in seinen jungen Jahren sang:
„… pick me up, like a Truck…carry me home,
… won’t you carry me home…“!

Aber Cecile?

Who knows!

UNTER DAMPF…

Mal wieder ein Hoch auf HARRY CRADDOCK und sein Savoy Cocktail Book.
Immer wieder Inspiration sich gepflegt einen hinter die Binde zu kippen.
In diesem Fall sogar luxuriös, ist dieser Drink doch nach dem namens gleichen Trans Atlantik Liner benannt worden.
Nach dem das jüngere und weitaus bekanntere Schwesterschiff, die Titanic, gesunken war, nutzten die Reichen und schönen der damaligen Zeit vornehmlich die extrem prunkvoll ausgestattete Olympic um von Southampton nach New York und zurück auf den alten Kontinent zu gelangen.

 

OLYMPIC COCKTAIL

1/3 Brandy
1/3 dry Orange Curaçao
1/3 Orangensaft

Auf Eis schütteln und abseihen.

Schlichtes Rezept, großer Genuss!!
Vorausgesetzt man verwendet recht säuerliche Orangen.
Ich hatte Blut Orangen im Haus, die zwar nicht ansatzweise rot waren, aber typischerweise relativ wenig süß. (Nur zur Not 2 cl Orange und 1 cl Zitrone benutzen.)
Der dry Curaçao von Pierre Ferrand ist schön herb, und so gaukeln Orangensaft, Curaçao und Brandy dem Trinker fast vor, er würde einen Campari Drink  trinken. Fast!
Wie so oft im Leben, eine bittersüße Versuchung, schwer zu widerstehen.

Einfach zugreifen, rauf auf die Bücke und mit wehenden Fahnen dem Untergang entgegen …

WELCHER PORT ROYAL??

Zwischen den Feiertagen entdeckte ich auf Cocktail Virgin Slut diesen seltsamen Drink mit Bananen Sirup.
Wir hatten dieses zweifelhafte Zeug durch Zufall im Haus, da meine Frau es für ein Backrezept brauchte.
Der Name gefiel mir auch sofort, war doch Port Royal in früheren Zeiten ein Piraten Nest sondergleichen.
Weiß zwar nicht, was dieser Drink mit Piraten zu tun haben soll, aber egal, ran an den Speck…

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PORT ROYAL
1,5 cl Wray & Nephew 
1,5 cl El Dorado 12
3 cl Asbach 8
3 cl Dolin Rouge
1 Barspoon Bananensirup
2 Dash Angostura Bitters
2 Dash Peychauds Bitters

Alle Zutaten rühren und mit Limettezeste abspritzen.
Zeste ins Glas geben.

Super irrer Geschmack!
In der Nase taucht zuerst der Duft von Limette auf, gefolgt von scharfen aber angenehmen Alkohol Noten, gepaart mit den kräftigen Aromen der Bitters.
Am Ende des Abgangs meldet sich die Banane recht deutlich und man merkt, das sie schon die ganze Zeit da war.
Für mich ein völlig neues, sehr seltsames aber wirklich tolles, und abgefahrenes Geschmackserlebnis!

P.s.Den Namen Port Royal finden scheinbar viele Menschen sexy!

Ich fand im Internet in weniger als fünf Minuten weit mehr Cocktails mit diesem Namen, als eine Hand Finger hat…

Mich hat er zu diesem wunderbaren Foto animiert, da ich wusste, das die „Großherzogin Elisabeth“ im Hafen vor Anker liegt. Zwar nicht Königlich aber immerhin…

Ja, ich weiß, das ich den Dolin zu Hause vergessen habe…