There is Darkness in you: The Black Mojito

Jeder Barkeeper braucht definitiv einen Drink für den man ihn Zeit seines Lebens ans Kreuz nageln kann.

Charles Schumann hat seinen -äh-äh sorry Charles- Swimming Pool für andere ist es
Omas Apfelkuchen, so Grasovka mit Apfelsaft und gerne noch eine Prise Zimt drauf.

Don Sling dachte sich, bevor  jemand anders das erfindet und sein Eigen nennt, macht er es selbst.

The Black Mojito

5cl Cuban Añejo Rum
3cl frische Limette
1-1,5 cl Zuckersirup
o. 2 BL Rohrzucker

die Blättter von 3-4 Minzzweigen

Zubereiten wie einen Rum Collins.
Ansatt mit Soda füllen wir mit Cola auf,
noch mal ankicken und mit einem Dash Angostura versehen.
Garnitur 1-2 Minzzweige.

Und fertig ist der Black Mojito,
ein Drink zwischen Cuba Libre und klar, Mojito.
Und warum? Weil er es kann bzw. die Schicht geht zuende, morgen ist nicht auf und der Don will es sich mit einem Absacker und einer Habano gemütlich machen. Also schön noch ne‘ Cuba Libre reindrehen und dann ab nach Hause.
„Ach Mist die schöne Minze, was mach ich denn damit?“
Auf Mojito hab ich keine Lust, auf was mit Rum und Cola schon,
also was soll’s alles zusammen basteln und da man sein Handwerk ja beherrscht,
wird da denn eben schnell der Black Mojito® draus.

Und bitte nicht nachfragen, ich mix euch den genausowenig wie Charles Downfall (S.P)

Also ¡Salute! und holt Hammer und Nägel

Nie wieder erkältet – Der `Flu Cocktail – Hatschi!

Im Winter kommen einige Gäste alle 14-Tage auf der Mprezz vorbei

um ihre tonusmäßige Grippe Impfung vor- äh? einzunehmen.

Ein Drink den ich vor vielen Jahren im bereits öfters erwähntem

-weil sehr gutem- Savoy Cocktailbuch gefunden habe und mich fragte warum?

Warum findet man solche Perlen der Cocktail Geschichte auf keiner Barkarte mehr?

Don Sling brachte diesen Drink schon zu aloha-luau Zeiten zurück ins Dim Light der Bar.

´Flu Cocktail

4cl Rye

1cl Ingwerlikör

1cl Ingwersirup (Original fragt nach Zuckersirup)

2-3 Scheiben frischer Ingwer leicht angemuddelt

2cl Zitrone

Auf Eiswürfel schütteln und

in vorgekühltes Cocktailglas feinstrainen.

Nie wieder krank oder:

„… Für immer krank, das möcht ich sein,
für immer krank
für immer bei der Krankenschwester
für immer bei ihr sein …“

Für immer Punk – Goldene Zitronen

In dem Sinne
Bottoms up!

Back from Jerez – Nachtrag

Großartig wars! Danke für eurer Interesse am Sherry.
Zum Nachschlagen nochmal die Sherries und die Speisenfolge.

Vorgestellt wurden:

La Ina – Fino
La Guita – Manzanilla
W&H Don Zoilo – Amontillado 12 Jahre alt
A Winters Tale – Amontillado Medium
W&H Dos Cortados – 20 Jahre alter Palo Cortado
Lustau Don Nuño – Oloroso
Barbadillo PX – Pedro Ximenez Traube

Die Cocktails:

Gereicht wurden dazu:

Grüne & Schwarze Oliven mit Gartenkräutern

Salzmandeln mit Pimento Fumador

Bocadillo con Alcachofa

Manchego 12 Monate alt

Bacalao in PX Sauce

Vanille Eis mit Barbadillo Px

Und die Katze ging auch nicht leer aus:

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, demnächst gibts Port!

Better call … it Bonnie Scot

Da entdeckst du einen phantastischen Cocktail in einem alten Cocktail Buch,
nennen wir es mal das Savoy Cocktail Buch (Revised Ed. 1965),
und dann handelt es sich auch noch um einen Scotch Drink,
welche rar gesäht sind und leider oft schon von der Idee her so misslungen,
das man sie erst gar nicht zu mixen braucht.
Klar, das liegt aber auch an der sperrigen Mixability des Schotten Fusels,
der sich alles andere als leicht in einen gelungen Drink zu verpacken lässt.

Und dann kommt das Unvermögen von Bars und Trinkern,
dazwischen, welche sich gemeinsam höchstens drei bis vier Scotch Drinks
aus dem vernebelten Brägen sallern können:

Rusty Nail,

Rob Roy, (jetzt wirds schon eng)

Scotch & Soda, (noch schwieriger)

Blood & Sand
und Feierabend!

Demnach muss man sich als arroganter, belesener, hochgebildeter Barkeeper,
wie ich es einer bin,
nicht wundern das der Drink den sich Jimmy McGill in der Pilotfolge von
Better Call Saul zurecht mixt fälschlicherweise im Netz als Rusty Nail bezeichnet wird.
Grundgütiger, das ist falscher als falsch. Setzen sechs!

Und aufgepasst:
Die Zugabe von ca. 1,5 – 2cl purer Junkie Zitrone (Ascorbinsäure aus kleiner Plastikflasche)
in die Zugabe einer Zitronenzeste umzudeuten, nur um daraus einem Rusty Nail abzuleiten,
weil du den Bonnie Scot natürlich nicht kennst,
macht dich einfach nur barkeeperisch zu einem Stümper.
Klar den Bonnie Scot kennst du nicht, s.o.
da du aber zu faul bist mal an dein Regal zu gehen um in einem Buch nachzuschlagen
um was es sich denn dabei handeln könnte,
nimmst du einfach einen der drei Scotch Coktails die du kennst und behauptest …

Genug der Aufregerei:
Der Bonnie Scot ist ebenso wie der Rusty Nail ein guter Scotch Drink,
der tatsächlich zwei Zutaten mit dem Rusty Nail gemeinsam hat,
aber in Zubereitung, Idee und Proportionen komplett anders ist,
so das man beide eigentlich gar nicht verwechseln kann.
Ein etwas bekannterer Drink mit derselben Architektur und Würdigung
für Edward Charles Stuart ist der Bonnie Prince Charles,
welcher allerdings mit Cognac und Limette gemacht wird

Bonnie Scot

4cl Blended Scotch

2cl Drambuie

2cl frische Zitrone

Geschüttelt auf Eiswürfel

und in vorgekühltes Cocktailglas feinstrainen

Mit Orangenzeste granieren

Ob das Unvermögen jetzt allein bei den Machern der Serie liegt,
die sich eventuell ebenso wenig Gedanken gemacht haben
was ein Rusty Nail ist (s.o.) oder bei unbelesenen Barkeepern,
lasse ich mal dahin gestellt
und lasse mir einen Bonnie Scot schmecken. Grandios wie der Drambuie den Scotch umgarnt bis dieser mit seinem Islay Peak den Abgang einleitet,

„…’s all good, man!“